Vision Wasserstoff: Meine Zukunftsidee für Zülpichs Verkehrswende

Der Klimawandel fordert zwangsläufig eine Verkehrswende – auch im ländlichen Raum. Dies ist aber ein sehr vielschichtiger Komplex zwischen unteranderem Personennahverkehr und Individualverkehr. Mutige und zukunftsorientierte Ideen sind gefragt, um die Verkehrswende in Zülpich ernsthaft anzugehen. Mein Ziel: Bördebahn und Zubringerbusse nutzen diese klimafreundliche Technik. Erzeugt wird der Wasserstoff vor Ort.

Neue Technologie für neuen Verkehr

Der Antrieb eines Fahrzeuges oder Zuges mit Brennstoffzellen-Technik ist bereits praxiserprobte Realität und wird im Nachbarkreis Düren für Schienenfahrzeuge erprobt werden. Wasserstoffbusse sind im Nahverkehr in aller Munde. Die technischen Voraussetzungen sind vorhanden, Zülpich hat das Potenzial für eine Musterregion Wasserstoff im ländlichen Raum. Es geht um Entscheidungen für die Zukunftstechnologien, die Teil des europäischen Greendeals sind und eine massive Förderung in der Zukunft erleben werden. Wir dürfen in Zülpich nicht vom Fortschritt überholt werden, der jenseits der Kreisgrenzen bereits angepackt wird.

“Grüner Wasserstoff” als Grundvoraussetzung

Wasserstoff ist, chemisch gesehen, überall um uns herum vorhanden. Ihn im Sinne der Brennstoffzellentechnik nutzbar zu machen, erfordert viel Energie. Wenn die Energie zur Gewinnung von Wasserstoff aus regional/lokal verfügbaren, erneuerbaren Energiequellen kommt, hat Wasserstoff eine hervorragende Klimabilanz. Dies ist, vereinfacht gesagt, “grüner Wasserstoff”.  Industriell hergestellter Wasserstoff wiederum, der Prozessen der Großindustrie entnommen wird, ist keine Grundlage für ein klimafreundliches Wasserstoffprojekt, da er oft mit fossiler Energie erzeugt wird. Für ein Musterprojekt in Zülpich kommt für mich nur grüner Wasserstoff in Frage!

Synergieeffekte nutzen – nötige Infrastruktur schaffen

Schon jetzt wird in Biogasanlagen und durch Windräder lokal in und um Zülpich Strom erzeugt, der zur Gewinnung von Wasserstoff geeignet ist. Auch die Photovoltaik wird eine entscheidende Rolle spiele. Hier hat Zülpich noch viel ungenutzes Potential. Warum nicht Synergieeffekte nutzen, und diese erneuerbaren Energiequellen zur Gewinnung von Wasserstoff einsetzen? Eine Anlage zur Gewinnung von Wasserstoff, z.B. für die Betankung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen, ist etwa so groß wie ein Überseecontainer. Damit benötigt man für eine autarke Wasserstoff- Tankstelle nicht mehr Platz wie eine unserer jetzigen Tankstellen. Viele Faktoren für eine Infrastruktur zur Wasserstoffmobilität von Bussen und Bahnen sind bereits vorhanden und müssen nur in einem Gesamtkonzept sinnvoll verknüpft werden.  

Es geht nicht ohne Engagement und starke Partner

Eine neue Infrastruktur für eine neue Technologie schüttelt niemand “mal eben aus dem Ärmel”. Neben wissenschaftlichem Know-How, Finanz- und ggf. Fördermitteln braucht man  lange Ausdauer, Mut und starke Partner. Anfang des Jahres durfte ich zur Probe in Düren einem Triebwagen mit Wasserstofftechnik mitfahren – es war faszinierend! Die “Vision Wasserstoff” wird Wirklichkeit, wenn wir jetzt mutige Entscheidungen mit Weitblick treffen.

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