Sieben Maßnahmen für besseren Nahverkehr in Zülpich

Zülpich liegt im ländlichen Raum – aber nicht im Nirgendwo! Unser Standortvorteil ist die Nähe zu Köln, Bonn und Aachen sowie zu  Düren und Euskirchen. Gerade für Berufspendler ist dieser glückliche Umstand Fluch und Segen zugleich: mit dem Auto ist man schnell in Köln oder Aachen, mit dem Nahverkehr dauert es, trotz verhältnismäßig geringer Entfernungen, eine gefühlte Ewigkeit. 

Wir brauchen einen besseren Nahverkehr in Zülpich

Das Angebot im Nahverkehr ist vorhanden und hat sich gerade in den letzten Jahren auch weiterentwickelt. Die Linienführungen von Buslinien wurden angepasst, die Eifel-Bördebahn als (zukünftig) schnelle Verbindung ist dazugekommen. Dass dieser Ist-Zustand jedoch wirklich eine zukunftsfähige Verkehrsanbindung darstellt, glaube ich nicht! Meine Vision zum Nahverkehr lautet:

  1. Mehr Fahrten der Eifel-Bördebahn

Die Bördebahn ist eine große Chance. Der derzeitige Fahrplan schöpft jedoch nicht das Potenzial der Strecke aus. Ein attraktiver Fahrplan braucht deutlich mehr Verbindungen! Die Perspektive auf den Vollausbau erst in mehreren Jahren reicht mir nicht. Die Infrastruktur muss schnellstmöglich leistungsfähig gemacht werden, damit wirklich schnelle Verbindungen für Pendler entstehen.

  1. Buslinien in alle Dörfer

Die Anbindung der Dörfer im Nahverkehr geschieht per Bus. So wird der Zubringerverkehr zur Bahn oder zu anderen Schnellbussen sichergestellt. Mir liegen die Dörfer besonders am Herzen  – damit auch eine gute Verkehrsanbindung. Größtenteils ist diese vorhanden, aber noch nicht gut genug ausgestaltet – für den Nahverkehr in Zülpich möchte ich hier mehr erreichen, als nur das Bestehende zu verwalten.

  1. Taktung und Fahrtzeiten verbessern

Oft habe ich erlebt, wie ärgerlich es ist, wenn man wegen zwei Minuten länger im Bus den Anschlusszug verpasst. Die Folge: die Transportkette reisst ab und man muss unnötig lange warten. Die Taktungen für den Nahverkehr in Zülpich müssen cleverer werden! Nur so wird Nahverkehr attraktive Alternative zum eigenen PKW.

  1. Fahrpreise und Tickets – endlich Durchblick im Tarif-Dschungel 

Zülpich liegt an einer Grenze zwischen zwei Verkehrsverbünden. Wer nach Düren fährt, fährt in ein anderes Tarifgebiet und muss dies oft teuer bezahlen. Das stimmt mich besorgt. Wir fordern attraktiven Nahverkehr aber man braucht zum Kauf des richtigen Fahrscheins sprichwörtlich “ein Studium” –  Einzelfahrscheine für Gelegenheitsfahrer sind einfach zu teuer. Das will ich ändern!

  1. Haltestellen barrierefrei machen

Ein kleiner Bordstein oder eine Steigung sind für die meisten von uns kein Problem. Anders sieht es aus, wenn man auf einen Rollstuhl oder auf einen Rollator angewiesen ist. Da wird dieser Bordstein schnell zum unüberwindbaren Hindernis. Auch im ländlichen Zülpich müssen alle Zugänge zum Nahverkehr barrierefrei werden.

  1. WLAN in Bus und Bahn einführen

Ich fahre oft mit Bus und Bahn zu meiner Arbeitsstelle – dabei ist für viele  “der Weg das Ziel”. Die Arbeitswelt hat sich verändert: digital und online arbeiten ist normal geworden und Bus oder in der Bahn werden manchmal zum Arbeitsplatz. Die Zukunft in Zülpich braucht WLAN in Bussen und Bahnen!

  1. Fahrradmitnahme im Bus ermöglichen 

Das Fahrrad ist für Kurzdistanzen auch bei uns in Zülpich eine gute Alternative zum Auto. Aber nur dann, wenn man es auch sinnvoll mit Bus und Bahn verknüpfen kann. Für touristische Ziele geht das schon ganz gut – es muss aber Normalität im Alltagsverkehr werden. Das vermisse ich im Schnellbus- und im Berufsverkehr.

Ein besserer Nahverkehr für Zülpichs Zukunft!

Meine sieben Maßnahmen für den Nahverkehr in Zülpich sind wichtige Eckpunkte für ein erneuertes und besseres Mobilitätskonzept. Dieses muss Visionen und Neuerungen beinhalten, und nicht nur Altbewährtes verwalten. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit dem Kreis Euskirchen eine wichtige Rolle. Ich stehe für eine starke Stimme für zukunftsfähigen Nahverkehr – eine starke Stimme für die Zukunft Zülpichs.

Ein Ausblick auf die Haltepunkte in der Zukunft

Die SPD Fraktion hat sich schon früh Gedanken gemacht, wie leistungsfähige Haltepunkte aussehen müssen. Dabei fiel schnell auf, dass dies auf der grünen Wiese besser umsetzbar ist, als in der Stadt. Nur leider nicht durchführbar, da die Flächen weder für den Haltepunkt noch für die „Park und Ride Plätze“ derzeit nicht verfügbar sind. Wir möchten aber nicht aufgeben, auch wenn es noch 5 bis 10 Jahre dauert. Denkbar wäre eine städtebauliche Erweiterung zwischen Nemmenicher- und Krefelder Straße in Richtung Nemmenich. Die Vision: Leben an der Schiene und in 10 Minuten Fußweg am Bahnhof. Dies ist leider jetzt noch nicht möglich.

Auch Park- und Ride am Haltepunkt Nemmenich kann irgendwann eine Option sein, ohne dass der Verkehr durch Nemmenich geleitet werden muss. 

Ich will nichts ausschließen und immer offen für Möglichkeiten in der Zukunft sein!

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn

Mehr zum Thema

Scroll to Top