Christine Bär Zülpich

Fünf Maßnahmen, um Zülpichs Dörfer endlich zu stärken

Die Bewohner von den umliegenden Dörfern fühlen sich gegenüber den Stadtbewohnern von Zülpich oft benachteiligt. Darauf werde ich oft darauf angesprochen. Das möchte ich in Zukunft ändern. Hierfür habe ich fünf Maßnahmen entwickelt, damit sich das künftig ändert. Denn nur gemeinsam – Dörfer und Kernstadt – können wir Zülpichs Zukunft gestalten und sichern. 

Es geht um alle Dörfer von Zülpich

Jedes einzelne Dorf hat seine eigene Infrastruktur. Wichtig ist es jedes Dorf einzeln zu betrachten, die bestehenden Vorteile auszuweiten und Nachteile zu erkennen, um diese abzuschaffen. Hierfür möchte ich vor Ort mit den Dorfbewohnern ins Gespräch kommen, um bestmögliche Lösungen für jedes einzelne Dorf zu finden und umzusetzen.

Zülpichs Dörfer stärken Christine Bär

1. Eine Arztpraxis für jeden Dorfbewohner in erreichbarer Nähe

Die meisten Menschen auf den Dörfern sind auf ein Auto angewiesen, um zum Arzt zu kommen. Gerade für ältere Menschen stellt das oft ein Problem dar. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass sich mehr Ärzte auch auf den Dörfern ansiedeln. Hier gilt es, den Ärzten attraktive Angebote zu machen, um neue Arztpraxen zu schaffen und die angesiedelten Ärzte zu halten. Dies muss flächendeckend geschehen.

2. Nahversorgung mit Lebensmitteln innovativ und regional gestalten

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah? Wir haben hier viele Bauern, die einen eigenen Hofladen haben oder sogar einen Lieferservice anbieten. Ich möchte den Bauern eine Möglichkeit schaffen, ihre Produkte auf jedem Dorf vor Ort auch anbieten zu können. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Versorgung durch regionale Produkte viele Vorteile bietet. Wenn diese Produkte über einen Verkaufswagen auf den Dörfern angeboten werden, stärken wir nicht nur unsere Landwirte, sondern bieten wir den Dorfbewohnern die Möglichkeit regional und vor Ort einkaufen zu können.

3. Die Potentiale in jedem einzelnen Dorf nutzen

Es gibt viele Menschen, die sich im Dorf ehrenamtlich engagieren, ob im Sportverein, Musikverein oder in anderen Dorfvereinen. Da hat jedes Dorf seine eigenen Stärken, die es gilt herauszufinden und zu stärken. Ich möchte Dorfkonferenzen vor Ort durchführen und hierbei die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Dorfes herauszuarbeiten. Wir wollen gemeinsam Visionen entwickeln, wie das jeweilige Dorf 2030 aussehen soll. Dabei können Projekte, die gut funktioniert haben, von anderen Dörfern übernommen werden oder eben dorf spezifische Projekte entwickelt werden, indem Kräfte vor Ort gebündelt werden können.

4. Digitalisierung gehört auch an die letzte Milchkanne! 

Die smarte Zukunft darf nicht an den Dörfern vorbeigehen. Bereits heute stehen Internetbanking, Homeoffice, Video-Sprechstunden in Arztpraxen und E-Government in vielen Städten für die Zukunft. Dörfer werden dabei gerne vergessen, dabei ist es für die Dörfer existentiell, den digitalen Wandel nicht zu versäumen. Gerade dort brauchen wir alternative Lösungen, wenn die Bank, der Lebensmittelladen schließt. Junge Menschen für die Dörfer zu begeistern ist nur möglich, wenn sie nicht das Gefühl haben, „hinter dem Mond” zu leben. Gerade wer auf dem Land lebt, braucht den Anschluss an die digitale Welt

5. Zukunftsfähige Verkehrskonzepte für die Dörfer

Einige Ortschaften ersticken regelrecht im Durchgangsverkehr. Dieser nimmt unaufhörlich und stetig zu. Besonders schlimm ist es in Weiler in der Ebene, aber auch Dürscheven und Ülpenich sind betroffen und Enzen droht ein ähnliches Szenario, sobald das neue Werk von Hochwald den Betrieb aufnehmen wird. Ich möchte frühzeitig Konzepte entwickeln, um absehbare schlechte Entwicklungen zu verhindern. Hierbei ist es mir wichtig, mit den Betroffenen vor Ort Lösungen zu entwickeln, damit alle Vorbehalte berücksichtigt werden und Einwände ausgeräumt werden können.

Für ein gutes Leben auch hinter der letzten Milchkanne

Das Leben auf dem Dorf muss für alle Generationen attraktiver werden, ansonsten bluten die Dörfer aus. Moderne Lebensweisen müssen auch „an jeder Milchkanne” möglich sein. Schnelles Internet, gute Nahversorgung in allen Bereichen, kein Verkehrskollaps und eine starke Dorfgemeinschaft, das sind die Anforderungen der Zukunft an das Leben im Dorf.

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